• Al Busche

Worum geht's eigentlich?

Zu Recht stellt sich bereits am zweiten Tag des HK-Blogs die Frage: Was machen die da eigentlich in Hongkong? Die Internationale Chorakademie Lübeck arbeitet seit 2015 sehr gut und gerne mit dem OSCAR-prämierten Komponisten Tan Dun zusammen. Dieser hat die Chorakademie auch für die Uraufführung seines neuesten Werkes, der "Buddha Passion", zu den Dresdner Musikfestpielen im Mai dieses Jahres und nun in der logischen Folge zur asiatischen Erstaufführung des Werkes nach Hongkong eingeladen.


Der in China geborene und in New York lebende Komponist Tan Dun ist einer der großen Tonschöpfer unserer Zeit, der auch mit seinen Filmmusiken Weltruhm erlangt hat. Inspiriert wurde Tan Dun zu seiner "Buddha Passion" dabei von den Wandmalereien in den Grotten und Höhlen entlang der Seidenstraße. Der Komponist beschreibt die Inspiration zu seinem neuesten Werk wie folgt:


"Als ich im vergangenen Jahr zum ersten Mal die Mogao-Grotten besichtigt habe, war ich von der Schönheit der Illustrationen und die in den Malereien dargestellte Hingabe an den Buddhismus überwältigt. Ich erlebte weit draußen auf der Seidenstraße reine Kunst von Hand auf den Fels gemalt. Ich war so bewegt, dass mein Herz, meine Seele und mein Geist sich nach mehr sehnten. Was könnte ich diesem Ort zurückgeben, der abertausenden Reisenden über die Jahrhunderte schon so viel gegeben hat? Wie könnte ich etwas kreieren, das der Nachwelt die Geschichte dieser Höhlen erzählt, von denen einige fast schon in Vergessenheit geraten sind? Es waren eben nicht nur die einfache Schönheit und der Atem der Darstellungen, die mich bewegten, sondern auch die Geschichten, die dort an den Wänden der Höhlen festgehalten waren. Geschichten, die mir meine Großmutter bereits erzählt hatte, als ich noch als kleiner Junge barfuß durch die Landschaften meiner Heimatprovinz lief."

Die Mogao-Grotten (chinesisch 莫高窟, Pinyin Mògāo Kū) sind ein System mehrerer hundert Höhlentempel, gelegen in einer Flussoase an der Seidenstraße in der Großgemeinde Mogao (莫高镇) der Stadt Dunhuang, ca. 25 km vom Stadtzentrum entfernt. Dunhuang gehört zu Jiuquan in der chinesischen Provinz Gansu. Hier haben buddhistische Mönche zwischen dem 4. und dem 12. Jahrhundert etwa 1000 Höhlen in die durchschnittlich 17 Meter hohen Sandsteinfelsen geschlagen und mit buddhistischen Motiven (Buddha-Statuen, Skulpturen und Wandmalereien) verziert. 492 dieser Höhlen sind heute noch erhalten und zum Teil für Touristen zugänglich. Sie gehören zusammen mit anderen Höhlen im Gebiet von Dunhuang zu den Dunhuang-Grotten.


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